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Barfußlaufen ist gesund – oder doch nicht?


barfußschuhen gehen ist gesund

„Und sie können mir nun erklären, warum das gesünder für mich ist?“ oder „Das soll jetzt gesünder sein? Was ist dann mit der Dämpfung? Das müssen Sie mir jetzt mal erklären!“

Mit diesen Fragen sieht sich unser Coach Per-Olof des öfteren konfrontiert. Wie er antwortet?
Lest seinen Artikel zu einem spannenden Thema!

„Und sie können mir nun erklären, warum das gesünder für mich ist?“ oder „Das soll jetzt gesünder sein? Was ist dann mit der Dämpfung? Das müssen Sie mir jetzt mal erklären!“

Gottseidank muss ich das nicht. Und habe ich auch nirgendwo behauptet.
Die oben beschrieben Sätze hört man sehr oft, wenn man sich im Barfuß-Geschäft bewegt.

Barfuß laufen ist gesünder… nicht.

„Gesünder“ sagt schon das es in Relation zu etwas steht. Gesünder „als“…
Gesundheit ist relativ. Habe ich eine Grippe und diese klingt ab, fühle ich mich schon wieder gesünder als vor ein paar Tagen. Aber noch nicht ganz gesund.
Über Gesundheit haben sich schon viel Schlauere als ich den Kopf zerbrochen. Man schaue sich die Definitionen auf Google oder Wikipedia an.
Ziehe ich die Schuhe aus und laufe fortan nur noch barfuß, am besten auch nen Marathon, werde ich mich sehr wahrscheinlich ernsthaft verletzen, was es kaum gesünder macht.

Selbst wenn ich alles richtig mache und mich nur langsam an das Barfußleben heran wage, muss ich nicht zwangsläufig gesünder werden.
Mal ganz zu schweigen davon, wenn ich schon kerngesund bin.

Warum dann überhaupt barfuß?
Was ist der Sinn dahinter?
Darüber kann ich zwar schreiben, aber eigentlich wäre es wichtiger, ein jeder würde es ver“stehen“. Oder be“greifen“.

Unsere Hände und Füße sind hochsensible Werkzeuge, die vermutlich vor unserer verbalen Kommunikation schon für unseren evolutionären Vorteil gesorgt haben.
Man denke einfach mal daran, wie man ein Gebilde untersucht, welches man zum ersten Mal in den Händen hält. Mit den Augen, vielleicht auch mit der Nase. Aber Beschaffenheit untersuchen wir mit den Händen.

Mit den Füßen, letztlich nur zwei weitere Hände, verhält es sich genau so. Wir verstehen die Dinge besser, da wir einen besseren Standpunkt bekommen und diesen besser ver“treten“ können. Wir bekommen einen besseren Eindruck von unser Lage, können besser einschätzen, ob diese günstig oder misslich ist.

Letztendlich kommen wir unserer Natur näher, welche außerhalb, aber auch durch uns durch besteht. Wir sind Teil der Natur.

Gesünder ist also relativ, natürlicher trifft es da besser.
Ein Fusspilz lässt einen Fuß wohl krank sein. Für den Pilz gilt das nicht. Dem geht es prächtig. Keine Sorge, Fusspilz mag es wie fast jeder Parasit warm, feucht und dunkel (Schuh).

Wenn man also überlegt barfuß zu leben oder mit minmalem Schuhwerk, sollte die Aussage sein: Ich habe mich entschieden auf barfuß umzusteigen, da ich wieder mehr Verantwortung für mein eigenes Leben und meine Lage übernehmen möchte.

Da sie Füße keine Dinge er“fassen“ sondern unseren Körper tragen, kann man vielleicht sagen: Soweit die Füße tragen!

Das kann vielleicht nämlich sehr wenig sein. Wenn wir keine Energie mehr haben, weil wir die ganze Zeit nur arbeiten, grübeln, hin und her rennen und uns für alle anderen förmlich zerreißen, dann ist es, zumindest ist das bei mir so, eine sehr gute Meldezentrale für Stress, was da mit unseren Füßen passiert. Sie sagen uns: Leg Dich hin, mach Pause, hab Dich selbst lieb. Leg Dich in die Badewanne, setz Dich ins Kino oder mach sonst etwas was Dir gefällt und Dich entspannt. Nur hör auf rumzurennen!

barfuss_workshop_achtsamkeit2

Unsere Füße sind eine Achtsamkeitszentrale, die ich durch dicke Schuhe dämpfen kann. Die sogenannten Vater-Pacini Körperchen können den Dehnungsdruck an der Fußsohle nicht mehr wahrnehmen und somit verlieren wir den Kontakt zum Boden. Zur Bodenreaktionskraft.

Wenn wir die Schuhe ausziehen, dann nicht weil andere das machen, weil es eine Religion oder ein Dogma ist. Sondern um die Verantwortung für die eigenen Grenzen wiederzuerlangen.

Grenzen setzen ist nämlich Gesund ; )

 

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